Masterarbeiten

 
Prävalenz geriatrischer Syndrome bei älteren Patienten in der Alterstraumatologie

Bei Patienten über 70 Jahre, die einen Knochenbruch oder eine sonstige sturzassoziierte Verletzung erleiden, liegt die Vermutung nahe, dass weitere sogenannte geriatrische Syndrome vorliegen. Als geriatrisches Syndrom bezeichnet man u.a. kognitive Defizite, Depression, Inkontinenz, Polypharmazie und Malnutrition.

In meiner Masterarbeit möchte ich die Prävalenz von Frailty, kognitiver Defizite und Depression bei Patienten in der Alterstraumatologie festhalten. Ausserdem möchte ich untersuchen, inwiefern diese drei geriatrischen Syndrome den Genesungsverlauf bezogen auf die Dauer der Hospitalisation beeinflussen.

Barbara Sommerhalder, cand. med.

Betreuung durch
Dr. med. Otto W. Meyer (Hauptbetreuer)
Dr. med. Simeon Schietzel (Nebenbetreuer)
Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH / Prof. Dr. med. Hans-Peter Simmen (Leitung)

Einfluss von Eiweissgehalt und säurebildenden Stoffen in der Ernährung auf Muskelmasse und Sarkopenie bei Menschen im Alter 60+

Unser Muskel ist ein Pufferorgan, welches eine übermässige Übersäuerung in unserer Ernährung auszugleichen hilft. Dieser Ausgleich birgt jedoch das Risiko einer abnehmenden Muskelmasse. Eine ausreichende Eiweisszufuhr trägt zu einer gewissen Übersäuerung bei, hat aber als Substrat und Bestandteil des Muskels auch eine muskelaufbauende Wirkung. Ich möchte in meiner Masterarbeit bei 270 Männer und Frauen im Alter von 60 Jahren oder darüber den Zusammenhang zwischen Säurebelastung (potenzielle Säurebelastung der Niere; potential renal acid load; PRAL) und der Muskelmasse gemessen mit DXA untersuchen. Ausserdem möchte ich prüfen, in wieweit eine höhere Eiweisszufuhr diesen Zusammenhang beeinflusst. Meine Arbeit soll einen Beitrag zur Prävention der Sarkopenie mit ernährungsbasierten Strategien leisten.

Audrey Faure, Dr., MAS Nutrition and Health ETH; Masterstudentin, Zentrum Alter und Mobilität, Universität Zürich

Betreuung durch
Dr. Karin Fischer, PhD (Hauptbetreuerin)
Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Sarkopenie-Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität

Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"

Beitrag der Akut- und Übergangspflege auf die Funktion, Mobilität und Selbständigkeit der akutmedizinischen Nachsorge

Ältere Patienten sind nach einem Aufenthalt im Akutspital aufgrund verschiedener akutmedizinischer Ereignisse oft geschwächt und bedürfen einer guten akutmedizinischen Nachsorge mit dem Ziel einer Wiedererlangung der Selbständigkeit. Die Abteilungen für Akut- und Übergangspflege der städtischen Pflegezentren bieten diese Möglichkeit in einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Pflegefachfrauen und Physiotherapeuten. Ich möchte mit meiner Masterarbeit untersuchen, wieviel Funktionsgewinn und Verbesserung der Mobilität durch den Aufenthalt in der stationären  Akut- und Übergangspflege erreicht wird um die Autonomie unserer Patienten zu fördern und zu erhalten. Für diese Untersuchung wir das geriatrische Assessment mit Funktionsmessungen der Ganggeschwindigkeit und die Short Physical Performance Battery bei Eintritt und bei Austritt durchgeführt und die Ergebnisse verglichen.

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Marion Thalmann, cand. med.

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität                                        

Definition von Schwellenwerten für die Wiedererlangung der Eigenständigkeit im Rahmen der stationären Akut- und Übergangspflege

Ältere Patienten sind nach einem Aufenthalt im Akutspital aufgrund verschiedener akutmedizinischer Ereignisse oft geschwächt und bedürfen einer guten akutmedizinischen Nachsorge mit dem Ziel einer Wiedererlangung der Selbständigkeit. Um baldmöglichst ein optimales Nachsorgekonzept einleiten zu können, ist die Erforschung von Risikofaktoren, die eine Wiedererlangung der Eigenständigkeit gefährden, wichtig. Ich möchte mit meiner Masterarbeit Schwellenwerte definieren, die diese Planung unterstützen und erlauben, Schwerpunkte in der Nachsorge zu setzen. Für meine Masterarbeit werde ich untersuchen, welche Veränderungen in den Funktionsmessungen wie der Ganggeschwindigkeit und der Short Physical Performance Battery in der stationären Akut- und Übergangspflege bei Eintritt und Austritt notwenig sind, um die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen. Dabei werde ich verschiedene andere Faktoren, wie Gedächtnisfunktion und Komorbidität berücksichtigen.

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Thomas Tröster, cand. med.

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität

Verlauf von Selbständigkeit und Funktionsniveau bei Senioren 12 Monate nach Akut- und Übergangspflege (AüP)

Ältere Menschen sind nach einer akuten Erkrankung gefährdet, eine bleibende Funktionseinschränkung zu erleiden. Oft erholen sie sich langsamer und können nicht wie jüngere Patienten direkt nach Hause entlassen werden. Die AüP wird durchgeführt an spezialisierten Abteilungen der Pflegezentren in der Stadt Zürich zielt darauf ab, die größtmögliche Wiedererlangung des vorherigen Funktionsniveaus zu erreichen und einen permanenten Eintritt in eine Langzeit-Pflegeeinrichtung zu vermeiden. Der Ansatz der AüP ist multifunktional und sie wird durchgeführt in einem interdisziplinären Team bestehend aus Therapeuten, Pflegenden, Sozialarbeitern. Es wird geleitet von einem/einer Altersmediziner/-in. Nach Abschluss der AüP erfolgt die Entlassung idealerweise in das frühere häusliche Umfeld mit so wenig dauerhafter professioneller Unterstützung (Spitex etc.) wie nötig, gleichzeitig sollte das Vermeiden einer erneuten Hospitalisierung oder Institutionalisierung in naher Zukunft oberste Priorität haben. Leider kommt es in einigen Fällen während der AüP zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung der funktionellen Fähigkeiten trotz aller Anstrengungen. Die Umstände dieses „Decline“ sind noch nicht gut verstanden. Mit dieser Arbeit wollen wir das Wissen über die langfristigen Effekte der AüP in den Langzeitpflegeeinrichtungen Geriatrie-Verbunds Zürich in Bezug auf Selbständigkeit und Funktionsniveau 12 Monate nach Austritt aus der AüP erweitern.

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Andreas Hüni, cand. med.

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität

Frailty, Stürze und Autonomieverlust 12 Monate nach Akut- und Übergangspflege (AüP)

Jede akute medizinische Hospitalisierung bei älteren Patienten ist mit einem erhöhten Risiko von Funktionsstörungen und Verlust der Autonomie verbunden. Altersassoziierte körperliche Schwäche, sog. „Frailty“ ist ein bekannter Risikofaktor für viele wichtige negative gesundheitliche Folgen wie Stürze, Frakturen, Hospitalisierungen und Institutionalisierung in dieser Altersgruppe. In den letzten Jahren zeigten immer mehr Untersuchungen, dass Frailty ein dynamischer Prozess und ein potenziell behandelbares Syndrom ist. Hier gibt es jedoch noch große Wissenslücken. Die AüP, durchgeführt auf spezialisierten Abteilungen der Pflegezentren der Stadt Zürich zielt darauf ab, Frailty zu erkennen und zu behandeln. Senioren sollen nach Möglichkeit zurück in ihre frühere häusliche Umgebung bei höchstmöglichen Funktionsniveau zurückkehren und das Fortschreiten der Frailty verhindert, bzw. verzögert werden. Bisher gibt es nach unserem Wissen keine veröffentlichten Daten über den Verlauf von Frailty, das Auftreten von Stürzen und den Verlust der Alltags-Autonomie für Senioren nach AüP im deutschsprachigen Teil der Schweiz. Unsere Arbeit zielt daher darauf ab, erste Daten in diesem Bereich zu sammeln, um die zukünftige Patientenversorgung für Senioren in der Deutschschweiz weiter zu verbessern.

 
Chloé Fompeyrine, cand. med.

 

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität

Evaluation der Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung bei Alterstraumatologie Patienten am UniversitätsSpital Zürich im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Zurich-POPs

Betagte Patienten, die einen Knochenbruch erlitten haben, bedürfen einer umfassenden und intensiven Therapie. Ziel ist die Erhaltung der Mobilität und Selbstständigkeit. Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung (GFK) ermöglicht uns unseren Patienten, parallel zur akutmedizinischen Behandlung des Knochenbruchs, eine Frührehabilitation im Akutspital anzubieten. Die Frührehabilitation beinhaltet 2 Therapie-Einheiten pro Tag (nach Bedarf Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährungsberatung) kombiniert mit einer aktivierenden Pflege und Ernährungskonzepten mit einer erhöhten Proteinzufuhr, sowie eine interdisziplinäre Betreuung für unsere Patienten. Ziele sind die Rückgewinnung, Stabilisierung und Wiedererlangung der selbstständigen Lebensführung um schnellstmöglich ins angestammte Wohnumfeld zurückkehren zu können.

In meiner Masterarbeit möchte ich untersuchen, in wieweit die Frührehabilitation (GFK) im Akutspital die Mobilität und Kraft, die Gedächtnisfunktion und mentale Gesundheit unserer Patienten zwischen Ein- und Austritt aus dem Akutspital, und wenn vorhanden, bei der ambulanten Nachkontrolle 4 bis 8 Wochen nach Austritt, verbessert. Ich werde hierfür die standardisiert erfassten Assessmentdaten vom Test und Diagnose Zentrum des Alterstraumatologie-Zentrums am UniversitätsSpital Zürich, Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2017, analysieren.

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Manuel Palzer, cand. med.

Einfluss der Gedächtnisfunktion auf die Spitalaufenthaltsdauer und den Austrittsort bei zuvor selbständig lebenden alterstraumatologischen Patienten im Alter 70+ am UniversitätsSpital Zürich

Der Anteil älterer Menschen mit unfallbedingten Verletzungen nimmt aufgrund der demografischen Entwicklung zu. Das Alter ist zudem der wichtigste Risikofaktor für eine Abnahme der Gedächtnisfunktion. Ich möchte in meiner Masterarbeit im Rahmen vom Forschungsschwerpunkt Zurich-POPS untersuchen, in wieweit die Gedächtnisfunktion die Dauer der Hospitalisationszeit von Patienten im Alter 70+, welche aufgrund von Sturz-assoziierten Verletzungen im Alterstraumatologie-Zentrum am UniversitätsSpital Zürich behandelt werden, beeinflusst. Zudem möchte ich untersuchen, ob die Gedächtnisfunktion nachhaltig die Autonomie dieser Patienten mitbestimmt.

In meiner Masterarbeit möchte konkret folgende Fragen beantworten:

  • Wie hoch ist die Prävalenz kognitiver Defizite bei Patienten im Alter von 70 Jahren und älter im Zentrum für Alterstraumatologie am UniversitätsSpital Zürich?
  • Haben Patienten mit kognitiven Defiziten eine verlängerte Dauer der Hospitalisationszeit?
  • Haben Patienten mit kognitiven Defiziten ein erhöhtes Risiko ihre Autonomie zu verlieren?

Um diese Fragen zu beantworten, erfasse ich innerhalb der ersten 4 Tage nach Spitaleintritt bei allen Patientinnen und Patienten im Alter von 70 Jahre und älter des Alterstraumatologie-Zentrums am UniversitätsSpital Zürich die Gedächtnisfunktion mittels eines validierten Fragebogens. Zudem erfasse ich die Anzahl der Komorbiditäten, Frailty (Gebrechlichkeit), den Ernährungszustand und den BMI als wichtige Faktoren, die möglicherweise ebenfalls die Dauer der Hospitalisation und den Austrittsort mitbestimmen.

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Caroline Bachmann, BSc ETH

Zusammenhang von Proteinzufuhr, Gebrechlichkeit und Austrittsdestination bei Patienten des Alterstraumatologie-Zentrums am UniversitätsSpital Zürich

Eine unzureichende Proteinzufuhr trägt zu Muskelschwund bei und wirkt sich negativ auf den Knochenstoffwechsel aus. Ältere Menschen erreichen die täglich empfohlene Proteinmenge oft nicht, und Mangelernährung und Gebrechlichkeit sind in dieser Altersgruppe verbreitet. Aufgrund von altersbedingten Veränderungen im Proteinstoffwechsel wäre für ältere Menschen eine erhöhte Proteinzufuhr wertvoll. Ziel meiner Masterarbeit ist es, die Eiweisszufuhr von Patienten im Alter 70+ am Alterstraumatologie-Zentrum UniversitätsSpital Zürich zu erfassen und den Zusammenhang von Eiweisszufuhr einerseits und Gebrechlichkeit und Austrittsdestination andereseits zu prüfen. Die Arbeit wird im Rahmen von Zürich-POPs durchgeführt und soll etwa 150 Patienten im Alter von 70+ erfassen.

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Judith von Arx, BSc ETH