Masterarbeiten

Beitrag der Akut- und Übergangspflege auf die Funktion, Mobilität und Selbständigkeit der akutmedizinischen Nachsorge

Ältere Patienten sind nach einem Aufenthalt im Akutspital aufgrund verschiedener akutmedizinischer Ereignisse oft geschwächt und bedürfen einer guten akutmedizinischen Nachsorge mit dem Ziel einer Wiedererlangung der Selbständigkeit. Die Abteilungen für Akut- und Übergangspflege der städtischen Pflegezentren bieten diese Möglichkeit in einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Pflegefachfrauen und Physiotherapeuten. Ich möchte mit meiner Masterarbeit untersuchen, wieviel Funktionsgewinn und Verbesserung der Mobilität durch den Aufenthalt in der stationären  Akut- und Übergangspflege erreicht wird um die Autonomie unserer Patienten zu fördern und zu erhalten. Für diese Untersuchung wir das geriatrische Assessment mit Funktionsmessungen der Ganggeschwindigkeit und die Short Physical Performance Battery bei Eintritt und bei Austritt durchgeführt und die Ergebnisse verglichen.

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Marion Thalmann, cand. med.

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität                                        

Definition von Schwellenwerten für die Wiedererlangung der Eigenständigkeit im Rahmen der stationären Akut- und Übergangspflege

Ältere Patienten sind nach einem Aufenthalt im Akutspital aufgrund verschiedener akutmedizinischer Ereignisse oft geschwächt und bedürfen einer guten akutmedizinischen Nachsorge mit dem Ziel einer Wiedererlangung der Selbständigkeit. Um baldmöglichst ein optimales Nachsorgekonzept einleiten zu können, ist die Erforschung von Risikofaktoren, die eine Wiedererlangung der Eigenständigkeit gefährden, wichtig. Ich möchte mit meiner Masterarbeit Schwellenwerte definieren, die diese Planung unterstützen und erlauben, Schwerpunkte in der Nachsorge zu setzen. Für meine Masterarbeit werde ich untersuchen, welche Veränderungen in den Funktionsmessungen wie der Ganggeschwindigkeit und der Short Physical Performance Battery in der stationären Akut- und Übergangspflege bei Eintritt und Austritt notwenig sind, um die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen. Dabei werde ich verschiedene andere Faktoren, wie Gedächtnisfunktion und Komorbidität berücksichtigen.

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Thomas Tröster, cand. med.

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität

Verlauf von Selbständigkeit und Funktionsniveau bei Senioren 12 Monate nach Akut- und Übergangspflege (AüP)

Ältere Menschen sind nach einer akuten Erkrankung gefährdet, eine bleibende Funktionseinschränkung zu erleiden. Oft erholen sie sich langsamer und können nicht wie jüngere Patienten direkt nach Hause entlassen werden. Die AüP wird durchgeführt an spezialisierten Abteilungen der Pflegezentren in der Stadt Zürich zielt darauf ab, die größtmögliche Wiedererlangung des vorherigen Funktionsniveaus zu erreichen und einen permanenten Eintritt in eine Langzeit-Pflegeeinrichtung zu vermeiden. Der Ansatz der AüP ist multifunktional und sie wird durchgeführt in einem interdisziplinären Team bestehend aus Therapeuten, Pflegenden, Sozialarbeitern. Es wird geleitet von einem/einer Altersmediziner/-in. Nach Abschluss der AüP erfolgt die Entlassung idealerweise in das frühere häusliche Umfeld mit so wenig dauerhafter professioneller Unterstützung (Spitex etc.) wie nötig, gleichzeitig sollte das Vermeiden einer erneuten Hospitalisierung oder Institutionalisierung in naher Zukunft oberste Priorität haben. Leider kommt es in einigen Fällen während der AüP zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung der funktionellen Fähigkeiten trotz aller Anstrengungen. Die Umstände dieses „Decline“ sind noch nicht gut verstanden. Mit dieser Arbeit wollen wir das Wissen über die langfristigen Effekte der AüP in den Langzeitpflegeeinrichtungen Geriatrie-Verbunds Zürich in Bezug auf Selbständigkeit und Funktionsniveau 12 Monate nach Austritt aus der AüP erweitern.

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Andreas Hüni, cand. med.

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität

Frailty, Stürze und Autonomieverlust 12 Monate nach Akut- und Übergangspflege (AüP)

Jede akute medizinische Hospitalisierung bei älteren Patienten ist mit einem erhöhten Risiko von Funktionsstörungen und Verlust der Autonomie verbunden. Altersassoziierte körperliche Schwäche, sog. „Frailty“ ist ein bekannter Risikofaktor für viele wichtige negative gesundheitliche Folgen wie Stürze, Frakturen, Hospitalisierungen und Institutionalisierung in dieser Altersgruppe. In den letzten Jahren zeigten immer mehr Untersuchungen, dass Frailty ein dynamischer Prozess und ein potenziell behandelbares Syndrom ist. Hier gibt es jedoch noch große Wissenslücken. Die AüP, durchgeführt auf spezialisierten Abteilungen der Pflegezentren der Stadt Zürich zielt darauf ab, Frailty zu erkennen und zu behandeln. Senioren sollen nach Möglichkeit zurück in ihre frühere häusliche Umgebung bei höchstmöglichen Funktionsniveau zurückkehren und das Fortschreiten der Frailty verhindert, bzw. verzögert werden. Bisher gibt es nach unserem Wissen keine veröffentlichten Daten über den Verlauf von Frailty, das Auftreten von Stürzen und den Verlust der Alltags-Autonomie für Senioren nach AüP im deutschsprachigen Teil der Schweiz. Unsere Arbeit zielt daher darauf ab, erste Daten in diesem Bereich zu sammeln, um die zukünftige Patientenversorgung für Senioren in der Deutschschweiz weiter zu verbessern.

 
Chloé Fompeyrine, cand. med.

 

Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch (Betreuer)
Dr. med. Gaby Bieri-Brüning (Co-Betreuerin)

Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Projekt im Rahmen des Long-Term Care Forschungsschwerpunktes am Zentrum Alter und Mobilität

Evaluation der Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung bei Alterstraumatologie Patienten am UniversitätsSpital Zürich im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Zurich-POPs

Betagte Patienten, die einen Knochenbruch erlitten haben, bedürfen einer umfassenden und intensiven Therapie. Ziel ist die Erhaltung der Mobilität und Selbstständigkeit. Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung (GFK) ermöglicht uns unseren Patienten, parallel zur akutmedizinischen Behandlung des Knochenbruchs, eine Frührehabilitation im Akutspital anzubieten. Die Frührehabilitation beinhaltet 2 Therapie-Einheiten pro Tag (nach Bedarf Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährungsberatung) kombiniert mit einer aktivierenden Pflege und Ernährungskonzepten mit einer erhöhten Proteinzufuhr, sowie eine interdisziplinäre Betreuung für unsere Patienten. Ziele sind die Rückgewinnung, Stabilisierung und Wiedererlangung der selbstständigen Lebensführung um schnellstmöglich ins angestammte Wohnumfeld zurückkehren zu können.

In meiner Masterarbeit möchte ich untersuchen, in wieweit die Frührehabilitation (GFK) im Akutspital die Mobilität und Kraft, die Gedächtnisfunktion und mentale Gesundheit unserer Patienten zwischen Ein- und Austritt aus dem Akutspital, und wenn vorhanden, bei der ambulanten Nachkontrolle 4 bis 8 Wochen nach Austritt, verbessert. Ich werde hierfür die standardisiert erfassten Assessmentdaten vom Test und Diagnose Zentrum des Alterstraumatologie-Zentrums am UniversitätsSpital Zürich, Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2017, analysieren.

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Manuel Palzer, cand. med.

Die Erfassung der Mobilität geriatrischer Patienten: ein Vergleich zwischen der Short Physical Performance Battery (SPPB) und dem De Morton Mobility Index (DEMMI)

Sturzbedingte Frakturen stellen eine zentrale Herausforderung in der geriatrischen Bevölkerung dar. Für die Betroffenen ist der Knochenbruch ein dramatisches Ereignis und oft können die erlittenen Funktionseinschränkungen nicht mehr vollständig eliminiert werden. Zudem sind ältere Menschen aufgrund verminderter Reserven gefährdet, durch ein solches akutes Ereignis dauerhaft pflegebedürftig zu werden. Da die Mobilität einen wichtigen Einfluss auf die Selbständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen hat, ist die Rückgewinnung der Mobilität ein zentrales Ziel einer geriatrischen Frührehabilitation im Akutspital. Die dafür verwendeten Messinstrumente sollen dabei valide, reproduzierbar und sensitiv gegenüber Mobilitätsveränderungen sein.

Im Rahmen der geriatrischen frührehabilitiven Komplexbehandlung am UniversitätsSpital Zürich werden beim geriatrischen Assessment die Short Physical Performance Battery (SPPB) und der De Morton Mobility Index (DEMMI) durchgeführt, um die Mobilität der Patienten zu bestimmen.
Ziel dieser Masterarbeit ist es, zu evaluieren, inwiefern SPPB und DEMMI Scores bei Senioren mit akuter Fraktur miteinander korrelieren, und deren Sensitivität im Verlauf des Akutspitalaufenthaltes miteinander zu vergleichen. Zudem werden wir untersuchen, inwiefern die beiden Testgrössen mit einer Rückkehr in die ursprüngliche Wohnform zusammenhängen.

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Anna Gazzotti, cand. med.

Betreuung durch
Dr. sc. ETH Annemarie Fridrich, PhD (Koordinatorin)
Dr. Ursina Meyer, Postdoc (Betreuerin)
Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Zusammenhang zwischen Malnutrition und Frailty bei älteren Traumapatienten im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Zurich-POPs

Patienten im Alter von 70 Jahren und älter, die einen Knochenbruch oder ein sonstiges Trauma erleiden, haben ein erhöhtes Risiko für Frailty (Gebrechlichkeit). In meiner Masterarbeit möchte ich untersuchen, in wieweit das Vorhandensein von Frailty bei älteren Traumapatienten mit einem schlechteren Ernährungszustand assoziiert ist.

Um zukünftig Frailty bei älteren Erwachsenen im Akutspital zu diagnostizieren, gilt es zudem die richtigen Erfassungsmethoden zu validieren. Ich möchte auch hier mit meiner Masterarbeit einen Beitrag leisten und drei verschiedene Testverfahren zur Erfassung von Frailty vergleichen. Diese umschliessen den adapted-Fried, SHARE frailty und den im Rahmen des Swiss Frailty Network and Repository neu entwickelten cFrailty-Index.

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Michael Müller, BSc ETH


Betreuung durch
Dr. med. univ. Gregor Freystätter (Betreuer)
Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Diese Masterarbeit wird über den Forschungsschwerpunkt Zurich POPs des Lehrstuhls Geriatrie und Altersforschung der UZH und den Sarkopenie Centre Grant der Baugartenstiftung unterstützt.

Systematischer Literatur-Review (2007-2018) über die verschiedenen bisher bei Spitalpatienten angewendeten Untersuchungsmethoden für Frailty (Gebrechlichkeit)

Ein mit dem Alter verknüpfter überproportionaler Funktionsverlust mehrerer Körpersysteme, das sog. Gebrechlichkeits-Syndrom (englisch Frailty), ist ein Risikofaktor für viele negative Gesundheitsfolgen, auch in der Spital-Behandlung von Patienten über 65 Jahren. Wichtige Frailty-Charakteristika sind der Verlust von Muskelmasse und –funktion (sog. Sarkopenie), verminderte Mobilität und Aktivität, Unterernährung und gefühlte Erschöpfung.

Im Rahmen einer wachsenden Anzahl wissenschaftlicher Studien zur Frailty sind in den letzten Jahren viele unterschiedliche Konzepte publiziert worden. Bis heute besteht jedoch kein Konsens darüber, welche Untersuchungsmethode sich für ältere Patienten im Spital am besten eignet, insbesondere für die Vorhersage unerwünschter Behandlungsverläufe.

Das Ziel ist es, mit dieser Arbeit eine systematische Aufarbeitung der veröffentlichten Literatur zur Erkennung von Frailty und einer Auswertung der verschiedenen, bisher im Spital angewandten Methoden durchzuführen. Die so geschaffene Übersicht ist eng verbunden mit dem nationalen Projekt „Swiss Frailty Network and Repository“ und soll den behandelnden Fachpersonen die Bedeutung der Erkennung von Frailty im klinischen Alltag einschätzen helfen und Empfehlungen über ein geeignetes Assessment im Spital aufzeigen.

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Michaela Piatti, cand. med.


Betreuung durch
Dr. med. Michael Gagesch und Dr. med. univ. Gregor Freystätter (Betreuer)
Datamanagement-Team, Zentrum Alter und Mobilität (Analysen)
Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH (Leitung)

Diese Masterarbeit wird über das SPHN Driver Projekt "Swiss Frailty Network and Repository" (PI: Prof. Bischoff-Ferrari) unterstützt.

 


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