Habilitationen

 
Veränderung der Muskelgesundheit im Alter - Dr. med. univ. Gregor Freystätter

Mein Forschungsinteresse gilt der Muskulatur im Alter. Die Skelettmuskulatur und die Muskelkraft sind zentrale Faktoren, um die körperliche Leistungsfähigkeit und Mobilität zu gewährleisten.

Zwischen dem 20igsten und 80igsten Lebensjahr verlieren wir 40% unserer Muskelmasse. Ab dem 25. Lebensjahr beginnt dieser Abbau mit zirka einem halben Prozent pro Jahr, ab dem 50. Lebens-jahr reduziert sich die Muskelmasse 1-2% pro Jahr. Darüber hinaus nimmt die Muskelkraft ab dem 70. Lebensjahr sogar 3% pro Jahr ab. Mit dem Verlust der Muskelmasse und der Muskelkraft erhöht sich das Sturz- und Frakturrisiko, und die Morbidität und Mortalität steigen.

Ziel meiner Forschung ist es, die Ursachen einer verminderten Muskelmasse (Sarkopenie) zu erforschen und Ansätze zu finden, den Verlust der Muskelmasse und der Muskelkraft abzuschwächen, um die Unabhängigkeit im Alter möglichst lange zu erhalten.

An der Klinik für Geriatrie am UniversitätsSpital Zürich verfolgen wir 3 Therapie-Ansätze um die Muskelgesundheit im Alter zu fördern und zu erhalten:

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Neue Erkenntnisse bezüglich den 3 Massnahmen sowie der Einfluss von Testosteron  (T&D-Studie) werden in laufenden Studien am Zentrum Alter und Mobilität gesammelt (DO-HEALTH, HyD-O, T&DMOVE for your MIND).

Bei folgenden Studien besteht noch eine Teilnahmemöglichkeit:

  • Testosteron und Vitamin D (T&D; Flyer): Neu werden auch jüngere Männer ab 65 Jahren eingeschlossen!
  • Osteopenie-Studie (HyD-O; Flyer


Dr. med. univ. Gregor Freystätter
Oberarzt, Leiter Ambulante Altersmedizin, Leiter Test- und Diagnosezentrum, Klinik für Geriatrie, UniversitätsSpital Zürich 

Forschungsleitung Sarkopenie-Schwerpunkt: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH
 
Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"
Fragility Fracture Prevention - Dr. med. Andreas Egli

Durch Osteoporose bedingte Frakturen sind häufig…
Jede zweite Frau und jeder fünfte Mann im Alter von 50 Jahren erleiden bis an ihr Lebensende einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch. Mit der demographischen Zunahme der Senioren wird demzufolge auch die Anzahl der Knochenbrüche in den kommenden Jahren stark zunehmen.
90% der Frakturen bei Senioren sind die Folge eines Sturzes und Stürze im Alter sind häufig. Kommt hinzu, dass jeder Sturz das Risiko, einen weiteren Sturz zu erleiden, erhöht. Zur Verhinderung von Frakturen sind also nicht nur gesunde Knochen, sondern auch ein gesunder Muskel von Nöten.

… und haben schwerwiegende Folgen.
Der Heilungsprozess nach Frakturen ist bei Senioren nicht selten langwierig. Oft bleibt eine verminderte Mobilität zurück, was wiederum zu einem Verlust an Selbständigkeit und sozialer Isolation führt. Nach einer Schenkelhalsfraktur können zudem nur ⅔ der Patienten wieder nach Hause zurückkehren. Durch osteoporosebedingte Frakturen entstehen Kosten von ca. 1 Milliarde Schweizer Franken pro Jahr.

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Fragility Fractures Prevention“ möchten wir deshalb versuchen folgende Fragen zu beantworten:

  • Vitamin D und ein Bewegungsprogramm können Rehospitalisationen und Stürze nach einer Hüftfraktur vermindern. Können diese beiden Strategien auch einen Beitrag zur Kostenreduktion leisten?
  • Eine kräftige, aktive Muskulatur ist ein starker Stimulus für Knochenwachstum. Menschen mit einer grösseren Muskelmasse müssten also auch eine höhere Knochendichte haben. Das möchten wir in DO-HEALTH prüfen.
  • Stürze sind eine bekannte häufige Ursache von Frakturen. Genügend Vitamin D reduziert Stürze und Frakturen; körperliches Training reduziert ebenfalls Stürze und erhöht die Knochendichte. In DO-HEALTH prüfen wir die Wirksamkeit von Vitamin D und Körpertraining auf Stürze und Frakturen.
  • Das FRAX-Tool schätzt das 10-Jahres-Risiko, eine „major osteoporotic fracture“ (Wirbelkörper, Ober-, Unterarm, Schenkelhals) zu erleiden. Anhand von DO-HEALTH wollen wir prüfen, ob es unabhängige Faktoren gibt, welche das Risiko für eine Schenkelhals- respektive eine Oberarmfraktur voneinander unabhängig voraussagen können.

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Dr. med. Andreas Egli
Leitender Studienarzt und Co-Leiter Zentrum Alter und Mobilität

Forschungsleitung Fragility-Fracture-Prevention-Schwerpunkt: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH

Vorbeugung und Behandlung von Gebrechlichkeit (Frailty) - Dr. med. Michael Gagesch

Mein Forschungsinteresse gilt der Vorbeugung und Behandlung von Gebrechlichkeit (Frailty). Im Zentrum meiner Forschungstätigkeit an der Klinik für Geriatrie und am Zentrum Alter und Mobilität steht die Erweiterung des medizinischen Wissens über die Ursachen und genaue Charakterisierung von Frailty. Diese Kenntnisse bilden die Grundlage, um vorbeugende Massnahmen für die Betreuung  unserer Patienten zu etablieren.

Ein zentrales Forschungsprojekt ist die DO-HEALTH-Studie. DO-HEALTH ist die bisher grösste  klinische Studie Europas, die Effekte von Vitamin D, Omega 3-Fettsäuren und körperlichem Training auf die Entwicklung von Sarkopenie, Frailty, Mobilität und Stürze untersucht. DO-HEALTH wird an 7 Zentren in 5 Ländern mit insgesamt 2‘158 freiwilligen, zuhause lebenden Studienteilnehmern im Alter 70+ durchgeführt und an unserem Zentrum für Alter und Mobilität der Universität Zürich koordiniert.

Gesunde Lebenserwartung steigern
Mit der Pensionierung dürfen heute viele Menschen noch mit einer bis zu 30 Jahre umfassenden Lebenserwartung rechnen. Ein zentrales Ziel unserer Altersforschung ist daher die Maximierung der gesunden Lebenserwartung zu untersuchen und das Auftreten von Gebrechlichkeit (Frailty) zu verhindern. Es ist bekannt, dass mit zunehmendem Alter die Widerstandsfähigkeit und die körperlichen Reserven abnehmen, doch chronologisches und biologisches Altern unterscheiden sich häufig recht deutlich und manchen Menschen gelingt es im höheren Lebensalter deutlich besser als anderen, gesund zu altern.

Alter und Gebrechlichkeit
Seit etwa 25 Jahren gibt es in der Medizin betagter Menschen den Begriff der altersassoziierten Gebrechlichkeit (engl. Frailty) als Gegenpol zu einem gesunden und erfolgreichen Alterungsprozess (engl. Successful and Healthy Aging). Frailty hat dabei sehr wahrscheinlich mehrere Ursachen auf verschiedenen pathophysiologischen Ebenen und führt letztlich über eine erhöhte Verletzlichkeit, Schwäche, Instabilität und Limitationen des Organismus' erwiesenermassen zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit, Alltagsproblemen, Behinderungen und erhöhter Sterblichkeit der Betroffenen im Vergleich mit robusten älteren Meschen.

Besondere Schwerpunkte meiner Forschung bilden

  1. Darstellung der Prävalenz (Häufigkeit) von Frailty in der Schweiz und Europa in DO-HEALTH, u.a. im Vergleich der einzelnen Studienzentren in den 5 europäischen Ländern und anhand von verschiedenen diagnostischen Fragebögen zur Erfassung von Frailty
  2. Charakterisierung von Menschen mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Frailty (sog. „Pre-Frailty“) und deren Häufigkeit
  3. Die Erforschung von Risiko- und Einflussfaktoren auf die Entstehung von Frailty
  4. Die Untersuchung des Einflusses der Interventionen von DO-HEALTH (Vitamin D-Gabe, Omega 3-Fettsäuren-Gabe, Trainingsprogramm) einzeln und in verschiedenen Kombinationen auf die mögliche Prävention und Entwicklung von Frailty
  5. Die Entwicklung und Erprobung potentieller zukünftiger klinischer Instrumente für eine möglichst frühe und genaue Erkennung eines erhöhten Risikos für die Entwicklung von altersassoziierter Gebrechlichkeit
  6. Die Nutzung von Daten aus Klinikinformationssystemen („big data“-Ansatz) zur Erforschung moderner Ansätze zur Früherkennung, Prognostizierung  und gesundheitsökonomischen Stratifizierung von Frailty

Dr. med. Michael Gagesch
Oberarzt Stationäre Geriatrie und Frührehabilitation, Leiter Frailty-Sprechstunde, Klinik für Geriatrie, UniversitätsSpital Zürich 
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Forschungsleitung Frailty-Schwerpunkt: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH

Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"

Healthy Aging - Dr. med. Simeon Schietzel

Wie kann ein gesunder Alterungsprozess gelingen? Was sind wichtige und präventiv nutzbare Einflussfaktoren? Wie können wir gesundes Altern klinisch und wissenschaftlich genauer definieren und quantifizieren?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Healthy Aging-Forschung. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Population junger, jung gebliebener bzw. überdurchschnittlich gesunder Senioren. Multiple mögliche Einflussfaktoren auf den Alterungsprozess werden untersucht. Ziel ist die frühe Identifikation von Risikokonstellationen sowie von wirksamen Präventionsstrategien um altersassoziierte Erkrankungen und Funktionsverluste zu verhindern bzw. zu reduzieren.

Meine Forschungsprojekte im Einzelnen

  1. Vitamin D and cognitive performance in healthy seniors (RCT)
  2. Prevalence of healthy aging in Europe (DO-HEALTH Baseline data)
  3. Prevalence of healthy aging – a question of definition (DO-HEALTH Baseline data)
  4. Muscle mass and muscle function according to healthy aging status (DO-HEALTH Baseline data)
  5.  Vitamin D status and healthy aging – is there a correlation? (DO-HEALTH Baseline data)
  6.  Healthy aging and happy aging in European seniors – the necessity of objective and subjective evaluation (DO-HEALTH Baseline data)
  7. Trajectories of healthy aging – the effect of vitamin D, omega3-fats and exercise (DO-HEALTH RCT)
  8. Correlation of IL-6 and hs CRP with healthy aging in healthy European seniors  (DO-HEALTH Baseline data)

Dr. med. Simeon Schietzel
Oberarzt Stationäre Geriatrie und Frührehabilitation, Leiter Healthy Aging Sprechstunde, Klinik für Geriatrie, UniversitätsSpital Zürich

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Forschungsleitung Healthy-Aging-Schwerpunkt: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH

Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"

InflammAging - Dr. med. Patricia Chocano-Bedoya, PhD

Der Alterungsprozess ist mit einem zunehmend chronischen Entzündungszustand („InflammAging“) verbunden, welcher zu oxidativem Stress, einer Reduktion des Gesundheitszustandes und kognitiver Fähigkeiten führt. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge liefert uns die Evidenz für einfache, aber effektive Veränderungen des Lebensstils mit präventiver Wirkung.

Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Faktor um gesund älter zu werden (Healthy Aging) – möglicherweise aufgrund des Zusammenhangs mit Entzündungen und oxidativem Stress. Als Ärztin mit einem PhD in Ernährung und einer Ausbildung in gerontopsychiatrischen Forschungsmethoden interessiere ich mich besonders für die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Entzündungen und Healthy Aging und will diese in DO-HEALTH untersuchen. DO-HEALTH ist die grösste Altersstudie Europas.

Mich interessiert, wie eine gesunde Ernährung die Entzündungsreaktion vermindern und damit den Alterungsprozess verlangsamen kann. Es gibt immer mehr Evidenz, dass gewisse Nährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D oder Molkeproteine mit einer Verminderung der Entzündungsreaktion assoziiert sind. Welche Bedeutung diese Nährstoffe als Bestandteil eines „normalen“ Ernährungsmusters haben, ist noch wenig untersucht worden. Weiter interessiert mich die Bedeutung von Entzündungen auf die Abnahme der funktionellen und kognitiven Fähigkeiten bei älteren Menschen.

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Dr. med. Patricia Chocano, PhD
Epidemiologin, Zentrum Alter und Mobilität

Forschungsleitung InflammAging-Schwerpunkt: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH

Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"

Nutri-Genomics - Dr. Karina Fischer, PhD

Ernährung, Ernährungsmuster und Gen-Ernährungsinteraktion bei der Entstehung von Sarkopenie und Adipositas beim Älter werden

Das mit zunehmendem Alter gleichzeitige Auftreten von abnehmender Muskelmasse (Sarkopenie) und zunehmender Fettmasse (Adipositas) begünstigt insbesondere bei Menschen über 70 Jahren die Entwicklung von Gebrechlichkeit und Immobilität sowie damit einhergehende Stoffwechselerkrankungen wie Typ 2 Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Zu den bekannten Ursachen für diese Entwicklung gehören hormonelle und genetische Faktoren sowie eine zu geringe körperliche Aktivität und ungeeignete Ernährung. Die Auswirkungen des Zusammenspiels dieser einzelnen Faktoren auf die Entwicklung von Sarkopenie und Adipositas, insbesondere von komplexen Nahrungsfaktoren (Ernährungsmustern) und genetischen Faktoren, sind bislang jedoch nur wenig bekannt. 
Der Stoffwechsel einzelner Nährstoffe ist von verschiedenen genetischen Faktoren abhängig, was für jede Person zu einem sehr spezifischen individuellen Nährstoffbedarf führt. Im Hinblick auf die Prävention von Erkrankungen bzw. die Aufrechterhaltung der Gesundheit geben die heutigen Empfehlungen zur Nährstoffzufuhr jedoch nur allgemeine durchschnittliche Schätzwerte für die gesamte Bevölkerungsgruppe älterer Menschen an und sind nicht dazu ausgerichtet, die individuelle Gesundheit zu optimieren. In Anbetracht der hohen Vulnerabilität älterer Menschen gegenüber einer ungeeigneten Ernährung ist ein Ernährungsansatz, der die Nährstoffzufuhr auf den individuellen Nährstoffbedarf anpasst, jedoch von besonderer Bedeutung. 

Meine Habilitation befasst sich mit dem Einfluss von Interaktionen zwischen genetischen und Nahrungsfaktoren sowie komplexen Ernährungsmustern auf die Entstehung von Sarkopenie und Adipositas bei Senioren im Alter von 60 Jahren und älter. Sie hat zum Ziel, die Ernährung von Senioren gezielt auf den individuellen Nährstoffbedarf zuschneiden zu können und somit eine ungünstige Veränderung der Körperzusammensetzung zu verhindern. Hierzu werden Daten von verschiedenen randomisierten doppelblind-kontrollierten klinischen Studien, einschliesslich der DO-HEALTH Studie, der grössten Altersstudie in Europa, ausgewertet.
Insgesamt wird meine Arbeit am Zentrum für Alter und Mobilität zur Beweislage für die Berechtigung eines personalisierten Ernährungsansatzes im Rahmen der Ernährung von Senioren beitragen.

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Dr. Karina Fischer
Epidemiologin, Zentrum Alter und Mobilität

Forschungsleitung Nutri-Genomics-Schwerpunkt: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH

Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"

Erhaltung der Funktionalität und Autonomie im Alter - Dr. med. Otto Meyer

Mein Forschungsinteresse gilt der Erhaltung der Funktionalität und Autonomie älterer Patienten nach Knochenbruch. Im Zentrum meiner Forschungstätigkeit an der Klinik für Geriatrie und am Zentrum Alter und Mobilität sowie in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Unfallchirurgie am UniversitätsSpital Zürich steht daher die Verbesserung der peri-operativen Behandlung unserer älteren Knochenbruchpatienten. Konkret wird dieses Ziel im Forschungsprojekt Zurich-POPS
(Zurich Peri-Opertive Care Project for Senior Trauma Patients) umgesetzt.

Hintergrund
Die peri-operative Behandlung älterer Patienten mit Knochenbruch und anderen sturzbedingten Verletzungen ist durch verschiedene Herausforderungen geprägt und umschliessen:

  • Malnutrition (Mangelernährung – vor allem bezogen auf Eiweiss)
  • Mehrere Grunderkrankungen (Multimorbidität)
  • Gebrechlichkeit (Frailty)
  • Vorübergehender Verwirrheitszustand (Delir)

Zurich-POPS ist eine umfassende Forschungsagenda mit folgenden wichtigen Zielen, die in enger Zusammenarbeit unserer Klinik mit dem Zentrum Alter und Mobilität und der Klinik für Unfallchirurgie des UniversitätsSpital Zürich erarbeitet werden:

  1. Erfassung des Risikomusters bezüglich Vorhandensein von Malnutrition, Multimorbidität, Gebrechlichkeit und Delir
  2. Erfassung der Auswirkungen von Malnutrition, Multimorbidität, Gebrechlichkeit und Delir auf die funktionelle Verbesserung, Hospitalisationszeit, Kosten und Verlust der Autonomie
  3. Untersuchung vielversprechender Interventionen, die die funktionelle Verbesserung nach Knochenbruch und anderen sturzbedingten Trauma verbessern (DO-HEALTH Fracture Healing Study)
  4. Umsetzung vielversprechender Konzepte in die Praxis und in einem wachsenden Netzwerk Alterstraumatologischer Zentren in der Schweiz und international

Wichtige Forschungspartner meines Forschungsschwerpunktes umschliessen:

  • Dr. med. Sacha Beck, Leitender Arzt Universitäre Klinik für Akutgeriatrie Stadtspital Waid Zürich
  • PD Dr. med. Valentin Neuhaus, Oberarzt, Leiter Alterstraumatologie-Zentrum, Klinik für Unfallchirurgie, UniversitätsSpital Zürich
  • Prof. Dr. med. Hans-Peter Simmen, Klinikdirektor, Klinik für Unfallchirurgie, UniversitätsSpital Zürich
  • Prof. Dr. med. Robert Theiler, Leiter Sarkopenie und Osteologie-Spezialsprechstunde, Klinik für Geriatrie, UniversitätsSpital Zürich

Dr. med. Otto Meyer
Stv. Klinikdirektor, Leiter Alterstraumatologie-Zentrum, Klinik für Geriatrie, UniversitätsSpital Zürich 

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Forschungsleitung Zurich-POPS: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH

Zurich-POPs mit Fokus kognitive Fähigkeiten - Dr. med. Sacha Beck

Bei älteren Menschen werden vermehrt chirurgische oder andere interventionelle Eingriffen durchgeführt. Allerdings reagiert der Körper im Alter anders; viele Stressoren können schlechter kompensiert werden, die Therapieziele ändern sich und müssen mit den individuellen Wünschen abgeglichen werden. Wir können Erkenntnisse in der Behandlung von jüngeren Menschen also nicht unreflektiert auf ältere Menschen übertragen.
Insbesondere in den Spezialdisziplinen Notfallmedizin, Orthopädie, Urologie, Kardiologie, aber auch Onkologie ist deshalb der Einbezug von geriatrischem Wissen wichtig, um den speziellen Bedürfnissen älterer Patientinnen und Patienten gerecht zu werden.

Eines meiner Forschungsinteressen am Zentrum für Alter und Mobilität liegt nun darin, Grundlagen zu finden, wie die perinterventionelle Betreuung in diesen Spezialgebieten optimiert werden kann. Was sind für Vorabklärungen vor einem geplanten Eingriff nötig, welche Risikofaktoren bestehen, was ist in der Spitalbetreuung zu beachten, wie soll die Nachbehandlung aussehen. Dabei haben auch gesundheitsökonomische Aspekte eine grosse Bedeutung. Meine Forschung hat enge Verknüpfungspunkte mit der Forschungsagenda Zurich-POPS und berücksichtig auch die Forschung bei Patientinnen und Patienten mit Altersfrakturen.

Weil in der Spitalbetreuung eine hohe Anzahl von kognitiv beeinträchtigen Menschen vorkommen, gilt ein spezielles Interesse auch für dieses Kollektiv. Im Rahmen meiner langjährigen Tätigkeit in der Memorysprechstunde am Stadtspital Waid beschäftige ich mich mit den Möglichkeiten der Früherkennung einer dementiellen Erkrankung und der Prävention eines Delirs.

Wichtige Forschungspartner meines Forschungsschwerpunktes umschliessen:

  • Dr. med. Otto W. Meyer , Klinikdirektor stv., Klinik Geriatrie, UniversitätsSpital
  • PD Dr. med. Valentin Neuhaus, Oberarzt, Leiter Alterstraumatologie Zentrum, Klinik für Unfallchirurgie, UniversitätsSpital Zürich
  • Prof. Dr. med. Hans-Peter Simmen, Klinikdirektor, Klinik für Unfallchirurgie, UniversitätsSpital Zürich
  • Prof. Dr. med. Robert Theiler, Leiter Sarkopenie und Osteologie Spezialsprechstunde, Klinik für Geriarie, UniversitätsSpital Zürich

Dr. med. Sacha Beck, MHA
Leitender Arzt Universitäre Klinik für Akutgeriatrie, Stadtspital Waid,Leitung Zentrum für Gerontotraumatologie Stadtspital Waid

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Forschungsleitung Zurich-POPS: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH

Effekt von Vitamin D auf die Knochenmikrostruktur - Dr. Ursina Meyer, PhD

Für den optimalen Knochen- und Kalziumstoffwechsel ist ein ausreichender Vitamin D-Spiegel von zentraler Bedeutung. Verschiedene klinische Studien konnten zeigen, dass eine Vitamin D-Supplementierung das Knochenbruchrisiko verringern kann. Noch ist jedoch unklar, ob eine Vitamin D-Supplementierung eine knochenaufbauende Wirkung hat. 

Die jüngste Technologie zur Erfassung der Knochenstruktur am Menschen ist die hochauflösende periphere quantitative Computertomographie (HR-pqCT). Mit dieser Methode wird es möglich, die Struktur der Knochenbälkchen und der Knochenrinde nicht-invasiv zu analysieren. Durch die Kombination dieser Mikroarchitektur mit den materiellen Eigenschaften von Knochen, kann zudem die Knochenstärke berechnet werden. Somit hat HR-pqCT das Potential, neue Einblicke in die Wirkweise von Vitamin D auf die Knochenqualität zu ermöglichen und folglich wertvolle Hinweise, wie Vitamin D die Knochengesundheit unterstützen kann, zu liefern.

In drei unserer klinischen Studien (Zürcher Knie Arthrose Studie, HyD-O und T&D) wird diese neue Messmethode bereits eingesetzt.
Mit meinem Projekt werde ich zwei aktuelle klinische Herausforderungen angehen: Erstens möchte ich prüfen, ob eine Vitamin D-Supplementierung eine mögliche Therapie zu Verbesserung der Knochenarchitektur und der Knochenstärke darstellen könnte. Und zweitens möchte ich einen Beitrag leisten, um diese Messmethode zur Abschätzung des Osteoporoserisikos und zur Überprüfung der Osteoporosetherapie weiter voranzubringen.

Dr. Ursina Meyer, Postdoc                                  

 

Forschungsleitung Knochenmikrostruktur: Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH