Knochengesundheit

Osteoporose

Osteoporose ist eine chronische Erkrankung der Knochen, welche durch eine verminderte Knochenmasse und eine Veränderung der Knochenmikrostruktur charakterisiert wird. Die Abnahme der Knochenmasse geht über das natürliche Mass für Alter und Geschlecht hinaus und führt zu instabilen und porösen Knochen. Die Krankheit tritt schleichend auf. Die knöcherne Substanz wird sukzessive abgebaut, ohne dass Betroffene etwas davon spüren. Erst wenn der Knochen bricht, entstehen Schmerzen.

Jede zweite Frau und jeder fünfte Mann über 50 erleidet eine Fraktur aufgrund einer Osteoporose. Am häufigsten betroffen sind Wirbelkörper, Schenkelhals (Hüftfraktur) und Vorderarm. Eine osteoporotische Fraktur ist für die Betroffenen meist sehr schmerzhaftt und kann zu Immobilität, Hospitalisationen, verminderter Lebensqualität und weiteren Brüchen führen. Eine frühe Diagnose und Behandlung ist deshalb wichtig.

Risikofaktoren

Zu den nicht modifizierbaren Risikofaktoren gehören das Alter und das weibliche Geschlecht. Modifizierbare Risikofaktoren sind Mangelernährung (zu wenig Protein, Kalzium und Vitamin D), Inaktivität, Untergewicht, Rauchen oder erhöhter Alkoholkonsum. Auch gewisse Medikamente oder Erkrankungen können Osteoporose auslösen. Mehr zu den modifizierbaren Risikofaktoren können Sie in der Broschüre "in 3 Schritten zu starken Knochen" (PDF) lesen.

Messmethoden

Der heutige Goldstandard zur Messung der Knochengesundheit ist das DXA (Doppel-Energie-Röntgenabsorptiometrie). Mit dieser Messmethode kann die zweidimensionale Knochendichte sowie die Körperzusammensetzung (Muskel-, Knochen-, Fettmasse) bestimmt werden. Standardmässig werden die Knochendichtemessungen an der Lendenwirbelsäule und am Hüftgelenk vorgenommen.
Eine neue Methode zur Erfassung der Knochengesundheit ist das Knochen Mikro-CT, in der Fachsprache als hochauflösende periphere quantitative Computertomographie (HR-pqCT) bezeichnet. Eines der weltweit 50 Geräte steht am Zentrum Alter und Mobilität. Während bei der DXA Messung nur die Knochendichte des gesamten Knochens berechnet wird, erhält man bei der CT Messung zusätzlich eine Reihe von Parametern, welche die Architektur des Knochens beschreiben und somit wichtige Aussagen über die biomechanischen Eigenschaften des Knochens liefern.
Impressionen zu den beiden Messgeräten finden Sie in der Bildergalerie.

Prävention und Therapie

Der Knochen ist ein lebendes Gewebe, das sich ständig den neuen Belastungen anpasst, beispielsweise an die Belastung durch die Skelettmuskulatur. Körperliche Aktivität spielt deshalb eine zentrale Rolle in der Prävention von Osteoporose. Während der Bewegung übt die Muskulatur Zug- bzw. Druckbelastungen auf den Knochen aus, was zu einer positiven Stimulation des Knochenstoffwechsels führt. Ausserdem wirkt die Schwerkraft auf den Knochen. Bis etwa zum 30. Altersjahr führt regelmässige sportliche Aktivität zum Knochenaufbau. Danach geht es vor allem darum, durch Aktivität die Knochenmasse zu erhalten.

Eine ausreichende Vitamin D Zufuhr, sowie eine kalzium- und proteinreiche Ernährung, stärken den Knochen und haben einen präventiven Effekt gegen Osteoporose und Knochenbrüche. Auch medikamentöse Therapien stehen zur Behandlung von Osteoporose zur Verfügung. Eine Abklärung des individuellen Risikos für Osteoporose, Knochenbruch und Stürze bietet das Test- und Diagnosezentrum des UniversitätsSpitals Zürich mit gezielten Therapieempfehlungen und Instruktion belegter Bewegungs- und Ernähungskonzepte zur Stärkung von Muskeln und Knochen.