Ernährung im Alter

Nachlassender Appetit, reduzierte Geschmack- und Geruchswahrnehmung, Einsamkeit oder Schmerzen sind einige der Faktoren, die dazu beitragen, dass ältere Menschen weniger essen als jüngere. Zwar nimmt der Energiebedarf mit dem Alter ab, der absolute Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen bleibt jedoch mindestens gleich hoch wie im jüngeren Erwachsenenalter. Eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung im Alter ist deshalb von grosser Bedeutung um einer Mangelernährung vorzubeugen.

Makronährstoffe

Zu den sogenannten Makronährstoffen gehören Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Eine ausreichende Proteinaufnahme im Alter ist von zentraler Bedeutung für die Prävention der Sarkopenie (Proteine sind die Bausteine unserer Muskulatur). Wir empfehlen 1g Protein pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen. Diese Empfehlung gilt insbesondere für Senioren. Mehr dazu finden Sie in der Broschüre "in drei Schritten zu starken Knochen" (PDF). 

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen werden Mineralstoffe und Vitamine gezählt. Werden im Alter geringere Mengen an Nahrung zu sich genommen, verringert sich auch der Gehalt der verschiedenen Mikronährstoffe im Körper. Eine Supplementierung mit gewissen Vitaminen oder Mineralstoffen kann deshalb sinnvoll und gesundheitsfördernd sein. Im Folgenden werden nur einige für ein gesundes Altern essentielle Mikronährstoffe erläutert.

Vitamin D unterstützt die Muskel- und Knochengesundheit. Bei älteren Menschen ist die Fähigkeit der Haut Vitamin D zu bilden reduziert. Ein Vitamin D Mangel ist deshalb sehr verbreitet. Mehr zum Thema Vitamin D
Omega 3-Fettsäuren
haben einen schützenden Effekt gegen Herz-Kreislauferkrankungen.
Kalzium ist in erster Linie für die Knochengesundheit essentiell. Die Kalziumaufnahme in den Knochen ist von Vitamin D abhängig. Oft wird deshalb eine kombinierte Supplementation von Kalzium und Vitamin D empfohlen. Der tägliche Kalziumbedarf (1000mg/d) kann jedoch durch einer ausgewogenen Ernährung meist gut gedeckt werden.
Eisenmangel ist bei älteren Menschen verbreitet und kann zu einer Eisenmangel-Anämie führen. Anämie kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, wie z.B. verminderte körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen oder einem erhöhten Sturzrisiko. Eine ausreichende Zufuhr ist deshalb wichtig.

Mangelernährung

Gemäss dem 6. Schweizerischen Ernährungsbericht (2012) sind durchschnittlich 20-25% aller ins Krankenhaus eintretender Personen mangelernährt. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen.